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Umsetzung in der Phase der durch die Corona Pandemie bedingten schulischen Bedingungen

Die Durchführung aller AOSF-Verfahren erfolgt unter Beachtung der bekannten Hygienebedingungen. Im Distanzunterricht ist mit den Eltern zu Beginn telefonisch abzusprechen, dass die Kinder zu den vereinbarten Terminen in die Schule gebracht werden sollen. Eine rechtliche Möglichkeit, die Eltern hierzu zu verpflichten, besteht jedoch nicht. Sollten die Eltern dem persönlichen Kontakt nicht zustimmen, ist hierüber der/die zuständige Sachbearbeiter*in im Schulamt zu informieren.

Um zum Wohl der Schülerinnen und Schüler Verzögerungen zu vermeiden und eine sonderpädagogische Förderung zum neuen Schuljahr gewähren zu können, empfiehlt sich für die Erstellung der Gutachten folgender Ablauf:

  1. Die beauftragten Gutachter/innen stimmen sich über Abläufe und Vorgehensweise ab, BEVOR eine Kontaktaufnahme zu den Eltern erfolgt. Diese übernimmt vorzugsweise die den Eltern bereits bekannte Lehrkraft.
  2. Auch in dieser Zeit erstellen beide Gutachter*innen gemeinsam ein sonderpädagogisches Gutachten, das mit einer Entscheidungsempfehlung für die Schulaufsicht endet.
  3. Soweit dieses nach Ansicht der Gutachter/innen im Einzelfall nicht möglich sein sollte, ist die Schulaufsicht zu kontaktieren. Das Verfahren wird dann ruhend gestellt.
  4. Bei der Gutachtenerstellung ist das dialogische Verfahren umzusetzen und auch ein Elterngespräch (ggf. telefonisch) zu führen. Dieses ist zu dokumentieren.
  5. Sollten die Eltern nicht persönlich am Abschlussgespräch teilnehmen (z.B. weil die Abstandsregeln nicht einzuhalten sind), kann dies auch in einem Telefonat erfolgen. In diesem Fall erfolgt die Zusendung des Abschlussbogens/der Elternerklärung (Formular 3.2) postalisch, nachdem mit den Eltern telefoniert wurde. Das Ergebnis des Telefonats wird auf dem Bogen festgehalten. Falls die Eltern keine persönliche Unterschrift vor Ort leisten können, wird ihnen postalisch eine Kopie zur Unterschrift zugesandt. Die unterschriebene Kopie wird dem Gutachterteam übermittelt.
  6. Das Gutachten ist wie immer von beiden Gutachter/innen zu unterschreiben.
  7. Sollte ein amtsärztliches Gutachten ausstehen, wird dies im Gutachten vermerkt. (Es muss nicht auf das ärztliche Gutachten gewartet werden.)

Vermutlich wird bei den Unterstützungsbedarfen GG, KME, HK und SE eher eine so ausreichende Berichtslage z.B. durch ärztliche Gutachten, Therapieberichte oder Berichte der Kindertagesstätten vorliegen, dass einer gutachterlichen Empfehlung durch eine entsprechende Entscheidung der Schulaufsicht entsprochen werden kann. Dementsprechend wird in diesen Fällen dem Elternwunsch auf Beschulung in der Förderschule entsprochen werden.
Bei den Lern- und Entwicklungsstörungen könnte die Berichtslage jedoch diese Eindeutigkeit vermissen lassen. Sofern die Schulaufsicht also keine eindeutige entsprechende Entscheidung (auch nicht probeweise) treffen kann, kann keine Aufnahme an den entsprechenden Förderschulen erfolgen, auch nicht bei vorliegendem Elternwunsch. Das Verfahren ruht und das Kind besucht die allgemeine Schule. Dies wird mit den Eltern gegebenenfalls kommuniziert.

Die Jährlichen Überprüfungen sowie Förderschwerpunkt- und Förderortwechsel bzw. Bildungsgangwechsel können ebenfalls nach Aktenlage und auf Grundlage des gegenwärtigen Lern- und Entwicklungsstandes erfolgen und müssen mit den Eltern über die oben beschriebenen Kommunikationswege abgestimmt werden.

Das Schulamt bittet grundsätzlich in dieser herausfordernden Situation die Schulleitungen um Beratung und Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen und um enge Kooperation und erhöhten Austausch bei auftauchenden Fragestellungen bzw. Unsicherheiten mit der Schulaufsicht und der verwaltungsfachlichen Sachbearbeitung. Dies betrifft sowohl die Inhalte, als auch die Formalien. Das gewohnte Team (IFA`s, IKO`s, KoGL, Sachbearbeitung) steht Ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Durch die aufgeführte Vorgehensweise sollte sichergestellt sein, einen großen Teil der AO-SF Verfahren trotz der besonderen Situation rechtzeitig bearbeiten und abschließen zu können.

Wir bedanken uns bereits jetzt für Verständnis, Kooperation und kreativen Umgang mit den Problemen, Widrigkeiten und Herausforderungen in dieser besonderen Zeit!

Viele liebe Grüße und alle guten Wünsche
Vera Besser / Dagmar Speckmann

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